Hosting-Glossar: Fachbegriffe von A bis Z
Die wichtigsten Begriffe rund um Webhosting, Domains, DNS, Server und Sicherheit in jeweils wenigen Sätzen erklärt.
Hosting hat seine eigene Sprache. Die folgenden Einträge erklären die gängigsten Begriffe in alphabetischer Reihenfolge. Ausführliche Erklärungen finden Sie auf den verlinkten Ratgeberseiten.
A bis C
A-Record: DNS-Eintrag, der einen Namen wie www.beispiel.de einer IPv4-Adresse zuordnet. Das Gegenstück für IPv6 ist der AAAA-Record. Mehr unter Domain und Webhosting.
Apache: Weit verbreiteter Open-Source-Webserver. Erlaubt Konfiguration pro Verzeichnis über .htaccess-Dateien.
Auth-Code: Passwort, mit dem der Inhaber den Umzug einer Domain zu einem anderen Anbieter freigibt. Bei .de-Domains AuthInfo genannt.
AV-Vertrag (AVV): Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO, den Sie mit Ihrem Hoster schließen, wenn er personenbezogene Daten in Ihrem Auftrag verarbeitet. Siehe Serverstandort und DSGVO.
Backup: Sicherungskopie von Dateien, Datenbanken und Postfächern. Bewährt ist die 3-2-1-Regel: drei Kopien, zwei Speicherarten, eine außer Haus.
Bandbreite: Datenmenge, die pro Zeiteinheit übertragen werden kann. Nicht zu verwechseln mit Traffic, der insgesamt übertragenen Datenmenge.
Brotli: Kompressionsverfahren, das Textdateien wie HTML, CSS und JavaScript bei der Übertragung verkleinert, häufig effizienter als gzip.
Caching: Zwischenspeichern von Ergebnissen, damit sie nicht jedes Mal neu berechnet oder übertragen werden müssen. Es gibt Seiten-, Objekt-, Opcode-, Browser- und CDN-Caches.
CDN (Content Delivery Network): Netz verteilter Server, das Inhalte, vor allem statische Dateien, von einem Standort nahe beim Besucher ausliefert.
CNAME: DNS-Eintrag, der einen Namen als Alias auf einen anderen Namen verweist.
Control Panel: Verwaltungsoberfläche für Websites, Domains, Datenbanken und Postfächer, zum Beispiel Plesk oder cPanel.
Cronjob: Zeitgesteuerte Aufgabe auf dem Server, etwa für Newsletter-Versand, Backups oder die Wartungsaufgaben eines CMS.
D bis H
Datenbank: Strukturierter Datenspeicher, in dem CMS und Shops ihre Inhalte ablegen. Verbreitet sind MySQL, MariaDB und PostgreSQL.
DDoS: Distributed Denial of Service, ein Angriff, bei dem viele Rechner gleichzeitig Anfragen senden, um einen Dienst zu überlasten. Siehe Hosting-Sicherheit.
Dedicated Server: Physischer Server, der nur einem Kunden zur Verfügung steht. Siehe VPS und eigene Server.
DKIM: Verfahren, bei dem ausgehende E-Mails digital signiert werden. Der öffentliche Schlüssel steht als TXT-Eintrag im DNS.
DMARC: DNS-Richtlinie, die festlegt, wie Empfänger mit Mails umgehen sollen, die SPF- oder DKIM-Prüfungen nicht bestehen.
DNS (Domain Name System): Verzeichnisdienst des Internets, der Namen in IP-Adressen und andere Informationen übersetzt.
Domain: Der Name einer Website, etwa beispiel.de. Er wird bei einem Registrar registriert und jährlich verlängert.
FTP / SFTP: Protokolle zur Dateiübertragung. FTP überträgt unverschlüsselt, SFTP verschlüsselt über SSH und ist vorzuziehen.
HSTS: HTTP Strict Transport Security, eine Anweisung an Browser, eine Website nur noch verschlüsselt aufzurufen.
HTTP/2, HTTP/3: Neuere Versionen des Webprotokolls, die mehrere Dateien parallel über eine Verbindung übertragen. HTTP/3 setzt auf das Transportprotokoll QUIC.
I bis P
Inode: Verwaltungseintrag für eine Datei im Dateisystem. Manche Hoster begrenzen die Anzahl der Dateien über ein Inode-Limit.
IP-Adresse: Numerische Adresse eines Geräts im Netz, als IPv4 (zum Beispiel 203.0.113.10) oder IPv6 (zum Beispiel 2001:db8::10).
Let’s Encrypt: Gemeinnützige Zertifizierungsstelle, die kostenlose SSL/TLS-Zertifikate mit kurzer Laufzeit ausstellt, die automatisch erneuert werden.
Managed Hosting: Servicemodell, bei dem der Anbieter Wartung, Updates, Überwachung und oft Optimierung übernimmt. Siehe Hosting-Arten.
MariaDB: Weitgehend MySQL-kompatibles, quelloffenes Datenbanksystem.
MX-Record: DNS-Eintrag, der bestimmt, welcher Mailserver E-Mails für eine Domain annimmt.
Nameserver: Server, der autoritativ Auskunft über die DNS-Einträge einer Domain gibt.
nginx: Leistungsfähiger Webserver und Reverse Proxy, häufig für hohe Last eingesetzt.
OPcache: PHP-Erweiterung, die bereits kompilierten Code im Arbeitsspeicher hält und PHP-Anwendungen dadurch deutlich beschleunigt.
PHP: Skriptsprache, in der WordPress, Joomla, TYPO3, Drupal und viele Shopsysteme geschrieben sind.
PHP-Worker: Prozesse, die PHP-Anfragen bearbeiten. Ihre Zahl begrenzt, wie viele dynamische Anfragen gleichzeitig verarbeitet werden.
R bis Z
Redis: Schneller Datenspeicher im Arbeitsspeicher, oft als Objektcache für WordPress, Shopware oder Drupal eingesetzt.
Registrar: Unternehmen, das Domains bei den Vergabestellen registriert und verwaltet.
Reseller-Hosting: Tarif, mit dem Agenturen Hosting-Ressourcen an eigene Kunden weitergeben.
Resolver: DNS-Server, meist beim Internetanbieter, der Anfragen für Endgeräte beantwortet und Ergebnisse zwischenspeichert.
Reverse Proxy: Server, der Anfragen entgegennimmt und an dahinterliegende Anwendungen weiterleitet, oft mit Cache und Verschlüsselung.
Shared Hosting: Viele Kunden teilen sich einen Server mit festen Ressourcen je Konto.
SLA (Service Level Agreement): Vertragliche Zusage zu Verfügbarkeit, Reaktionszeiten und Ausgleich bei Unterschreitung. Siehe Business-Hosting.
SPF: TXT-Eintrag im DNS, der festlegt, welche Server E-Mails im Namen einer Domain versenden dürfen.
SSH: Verschlüsselter Fernzugang zur Kommandozeile eines Servers.
SSL/TLS-Zertifikat: Digitales Zertifikat, das die verschlüsselte HTTPS-Verbindung ermöglicht. TLS ist der heute gebräuchliche Nachfolger von SSL; der alte Name hat sich im Sprachgebrauch gehalten.
Staging: Kopie einer Website, um Änderungen gefahrlos zu testen, bevor sie live gehen.
TTL (Time to Live): Angabe in Sekunden, wie lange ein DNS-Eintrag zwischengespeichert werden darf.
Uptime: Anteil der Zeit, in der ein Dienst erreichbar ist, meist in Prozent angegeben.
VPS (Virtual Private Server): Virtuelle Maschine mit garantierten Ressourcen auf einem physischen Host, meist mit Root-Zugriff.
WAF (Web Application Firewall): Filter, der typische Angriffe auf Webanwendungen erkennt und blockiert.
Webspace: Speicherplatz für die Dateien einer Website auf dem Server des Hosters.
Fragen und Antworten
- Was ist der Unterschied zwischen Webspace und Webhosting?
- Webspace bezeichnet den Speicherplatz auf dem Server. Webhosting ist die gesamte Dienstleistung, die neben dem Speicherplatz auch Rechenleistung, Datenbanken, E-Mail, Sicherheit und Support umfasst. Im Alltag werden beide Begriffe oft gleichbedeutend verwendet.
- Was bedeutet Root-Zugriff?
- Root ist der Administrator auf Linux-Systemen. Mit Root-Zugriff dürfen Sie auf einem Server alles: Software installieren, Konfigurationen ändern, Benutzer anlegen. Das bringt Freiheit und Verantwortung zugleich.
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Welche Hosting-Art zu welchem Projekt passt: Vergleichstabelle, typische Einsatzfälle und eine Entscheidungshilfe in vier Fragen.
Zuletzt überarbeitet am 27. Oktober 2026 von der Redaktion HostingAS. Hinweise auf Fehler oder veraltete Angaben nehmen wir gern über das Kontaktformular entgegen.